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DEUTSCHLAND BEI KI UNTER ZUGZWANG: VERTRAUEN, FÄHIGKEITEN UND FÜHRUNG BREMSEN UMSETZUNG

The human premium

  • KI-Ambitionen wachsen schneller als die organisatorische Vorbereitung: Weltweit erwarten 45 % der Führungskräfte die Integration von KI-Agenten innerhalb eines Jahres, in Deutschland 39 %. Gleichzeitig rechnen nur 30 % der Mitarbeitenden mit einer ähnlich schnellen Umsetzung. 
  • Beim Aufbau zukunftsrelevanter Kompetenzen zeigt sich Deutschland auf globalem Niveau: Nur 23 % der Führungskräfte hierzulande (global: 22 %) sind sehr zuversichtlich, dass ihre Organisation die notwendigen Fähigkeiten entwickelt.
  • Auch bei der Einbindung der Mitarbeitenden bleibt Deutschland leicht hinter dem globalen Durchschnitt: Nur 35 % der Unternehmen vermitteln klar, wie KI Chancen für Mitarbeitende schafft (global: 36 %), während lediglich 39 % der Beschäftigten verstehen, wie ihre Arbeit zum Unternehmenserfolg beiträgt.

Zürich, Schweiz, 21. Mai 2026: Eine globale Studie der Adecco Group unter 2.000 C-Level-Führungskräften in 13 Ländern zeigt, dass Unternehmen die Einführung von KI beschleunigen, es jedoch häufig an klarer Führung, Vertrauen in der Belegschaft und dem Aufbau entsprechender Fähigkeiten fehlt, um diese Einführung in messbare Ergebnisse zu überführen. Die Befragten sind für mehr als 8,6 Millionen Mitarbeitende verantwortlich und geben damit eine Perspektive aus dem Top-Management darauf, wie KI Strategie, Kompetenzen und organisatorische Bereitschaft verändert.

Der Bericht „The human premium: Leadership beyond the algorithm“ zeigt: 45 % der Führungskräfte erwarten, dass KI-Agenten innerhalb der nächsten 12 Monate in Arbeitsabläufe integriert werden. Gleichzeitig geben nur 36 % an, dass ihre Talentstrategie klar vermittelt, wie KI Chancen für Mitarbeitende schafft. Dies weist auf eine wachsende Lücke zwischen KI-Ambition und der tatsächlichen Bereitschaft der Belegschaft hin.

„KI bewegt sich mit Software-Geschwindigkeit, organisatorisches Vertrauen jedoch in menschlichem Tempo. Unternehmen, die diese Kluft ignorieren, werden Schwierigkeiten haben, Innovationen in messbare Leistung zu überführen. Erfolgreich werden diejenigen sein, die Technologie mit Transparenz, Verantwortlichkeit und klaren Perspektiven für Mitarbeitende verbinden. Führungskräfte tragen die Verantwortung, sicherzustellen, dass Menschen und Technologie im Einklang zusammenarbeiten.“ – Denis Machuel, CEO der Adecco Group

„Die Erwartungen an den Einsatz von KI steigen rasant, doch vielerorts fehlt noch die organisatorische Grundlage, um den Wandel erfolgreich zu gestalten. Viele Unternehmen erkennen das Potenzial, doch Vertrauen, Transparenz und die gezielte Entwicklung von Fähigkeiten halten oft nicht Schritt. So sehen Führungskräfte in Deutschland die größte Chance von KI aktuell in der Automatisierung von HR-Routineaufgaben, um Effizienz zu steigern. Gleichzeitig geben nur 35 Prozent der Unternehmen in Deutschland an, dass ihre Talentstrategie klar vermittelt, wie KI Chancen für Mitarbeitende schafft. Entscheidend wird sein, Mitarbeitende frühzeitig einzubinden, sie beim Aufbau zukunftsfähiger Kompetenzen zu unterstützen und klar zu vermitteln, wie KI Chancen schafft und Arbeit verändert.“ – Peter Blersch, Country President Germany & Regional Head Adecco DACH

KI-Ambitionen entwickeln sich schneller als die Abstimmung mit der Belegschaft

Die Studie zeigt eine Diskrepanz zwischen den Erwartungen der Führungsebene und der tatsächlichen organisatorischen Vorbereitung. Während weltweit 45 % der Führungskräfte erwarten, dass KI-Agenten innerhalb eines Jahres in Arbeitsprozessen eingesetzt werden, teilen nur 30 % der Mitarbeitenden diese Einschätzung. Gleichzeitig fühlen sich 70 % der Mitarbeitenden bereit, mit KI-Agenten zusammenzuarbeiten, während nur 39 % der Führungskräfte glauben, dass dies der Fall ist. Dies deutet darauf hin, dass die Belegschaft möglicherweise weiter ist, als Führungskräfte annehmen, während Kommunikation und Abstimmung hinter der technologischen Entwicklung zurückbleiben.

Im Bericht werden KI-Agenten als der dominierende neue Megatrend identifiziert, der Unternehmen heute und in den kommenden fünf Jahren prägen wird. Damit wird deutlich, wie schnell sich das Thema von ersten Experimenten zu einer Priorität auf Vorstandsebene entwickelt hat.

Vertrauen, Fähigkeiten und Führungskompetenz sind die entscheidenden Hebel

Die Ergebnisse zeigen, dass die Herausforderung nicht allein in Technologieinvestitionen liegt. Nur 22 % der Führungskräfte geben an, sehr zuversichtlich zu sein, dass ihre Organisationen die erforderlichen digitalen und zukunftsrelevanten Fähigkeiten entwickeln. Nur 31 % sehen ausreichende KI-Kompetenzen im Management, um Risiken und Chancen richtig einzuordnen. Lediglich 36 % sagen, dass ihre Talentstrategie klar vermittelt, dass KI Chancen schafft, statt Arbeitsplätze zu ersetzen, und nur 39 % binden Mitarbeitende aktiv in die Neugestaltung von Rollen ein.

Insgesamt deutet die Ergebnisse darauf hin, dass viele Organisationen noch nicht ausreichend klar kommunizieren, wie KI Rollen, Karrieren und Wertschöpfung verändern wird. Für Vorstände und CEOs wird die Einführung von KI damit nicht nur zu einer technologischen Herausforderung, sondern auch zu einer Frage von Führung, Governance und Talentstrategie.

Zukunftsorientierte Organisationen zeigen, wie erfolgreiche Umsetzung aussieht

Der Bericht identifiziert eine kleine Gruppe zukunftsfähiger Unternehmen: menschenzentrierte, technologiegestützte Organisationen, die aus Künstlicher Intelligenz bereits strategischen Mehrwert ziehen. Obwohl der Anteil der Unternehmen, die dieser Definition entsprechen, im vergangenen Jahr um vier Prozentpunkte zurückgegangen ist, liefern diese Organisationen einen klareren Umsetzungsfahrplan, da Unternehmen sich zunehmend von der KI-Euphorie hin zur konkreten Implementierung bewegen.

In diesen Organisationen geben 49 % an, dass sie einen ausgereiften Ansatz zur Messung von Vertrauen verfolgen, im Vergleich zu 18 % in anderen Unternehmen. Zudem berichten sie deutlich häufiger von einer hoch anpassungsfähigen Belegschaft (76 % gegenüber 42 %). Die Ergebnisse zeigen, dass Organisationen, die Vertrauen systematisch messen, besser in der Lage sind, Menschen- und Technologiestrategien zu verzahnen, Anpassungsfähigkeit zu stärken und mehr Wert aus KI zu generieren.

Was Führungskräfte jetzt tun sollten

Der Bericht empfiehlt drei Prioritäten für Führungskräfte:
eine klare KI-Roadmap kommunizieren, die zeigt, wie Technologie die Geschäftsstrategie unterstützt und Chancen für Mitarbeitende schafft; Mitarbeitende frühzeitig einbinden, um die Entwicklung von Rollen, Fähigkeiten und Karrierepfaden zu verstehen; sowie Daten zur Belegschaft, transparente Governance und gezielte Investitionen in Kompetenzen nutzen, um Vertrauen und Anpassungsfähigkeit zu stärken.

Zum vollständigen Bericht: The human premium: Leadership beyond the algorithm

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

The Adecco Group Germany

Carolin Rapp
Director Communications
+49 (0) 173 8649179
presse@adeccogroup.com   

The Adecco Group

Benita Barretto & Jürg Schneider
+41 (0) 79 876 09 21
media@adeccogroup.com

Über The Adecco Group
Die Adecco Group ist das weltweit führende Unternehmen für Talent- und Technologielösungen. Unser Ziel ist es, die Zukunft der Arbeit für alle zu gestalten. Mit unseren drei globalen Geschäftsbereichen – Adecco, Akkodis und LHH – sind wir in 60 Ländern tätig. Wir fördern nachhaltige und lebenslange Beschäftigungsfähigkeit, liefern digitale und Engineering-Lösungen für die Transformation zur Smart Industry und unterstützen Unternehmen dabei, ihre Belegschaften optimal einzusetzen. Die Adecco Group handelt verantwortungsvoll und setzt sich für nachhaltige Beschäftigung sowie widerstandsfähige Volkswirtschaften und Gesellschaften ein. Die Adecco Group AG hat ihren Hauptsitz in Zürich, Schweiz (ISIN: CH0012138605) und ist an der SIX Swiss Exchange (ADEN) gelistet.


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